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das Projekt In einem Schrank vor unserer Zeit
oder: Die aufregendste Woche im Leben der kleinen Lilly
 
das Projektdatum 15. - 17. Nov. 2002
 
der Inhalt Also, das war vielleicht eine Überraschung kann ich Euch sagen. Ich liege da so ganz gemütlich in meiner Scheinwerfer-Schachtel, als es mich plötzlich dermaßen durchschüttelt, daß ich kaum noch wußte, wo oben und unten ist. Und eh ich mich versah, hatte man mich aus der Schachtel genommen und kopfüber (das macht mir allerdings nichts aus!) mitten auf einer Bühne aufgehängt.
  Da hing ich nun und begutachtete erst einmal meine neue Umgebung. Eine Halle, ziemlich viel Technik, ein Haufen Kisten und Leute, und auch von meinen Scheinwerfer-Freunden waren ziemlich viele da. So, dachte ich mir, mal sehen, was das noch wird.
  
Am nächsten Tag kamen viel Musiker und bauten verschiedene Instrument auf. Tags drauf kamen andere junge Leute, stellten sich auf die Bühne und begannen zu singen. Endlich war ich mal in Betrieb. Aber es dauerte nicht lange, Schade, scheinbar nur ein Test oder so.

Kurze Zeit später ging´s dann so richtig los. Hunderte Zuschauer stürmten den Saal. Ich war schon ganz aufgeregt, endlich Arbeit. Professionelle Tontechnik und hervorragendes Licht, dank meiner Hilfe natürlich, und über 90 aktive Sänger, Tänzer, Musiker und Schauspieler, teilweise alles in einer Person. Was für ein Spaß!
  Okay, nun zur Handlung, es ging um Thorsten und André, 2 Schüler mit Null Bock auf Geschichte. Deren Aufgabe war es nun binnen einer Woche ein Referat zu halten um nicht sitzen zu bleiben. Oh nein, aber zum Glück half Lisa, die Klassenstreberin. Lisa´s Vater hat nämlich eine Zeitmaschine, eingebaut in einem Schrank. Auf diese Weise besuchten unsere zwei Geschichtsmuffel zusammen mit Ihrer „Nachhilfe-Reiseleiterin“ einige berühmte Persönlichkeiten, und nahmen sie mit ins heutige Ploume, um sie live ins Referat einzubauen. Leider steht wegen folgender „Urlauber“ teilweise ganz Ploume Kopf
  · Goethe, der seither nur noch Comics liest,

· Billy the kid, den Müller-Milch-trinkenden Möchtegern-Bösewicht

· Napoleon, der ohne seinen „Öcker“ nur so groß ist wie ein abgebrochener Gartenzwerg,

· Beethoven, mit ihrem äähm, ich meine natürlich seinem kleinen Geheimnis,

· Ludwig den Frommen, mittelalterliches Weichei und Sohn von Karl dem Großen,

· Kaiserin Sissi, hübsch wie immer, hat aber zur Zeit Probleme mit ihrem Macker,

· Cäsar und Cleopatra, er: Eigentümer kostbarer Karaffen, sie: Herrin eines Volkes von Nilpferden (ich hab allerdings keine auf der Bühne gesehen).

  
Dort endet die Reise, denn Cäsar hält Lisa im alten Rom fest, während er Thorsten und André hinauswerfen läßt. Cleopatra nimmt sich Lisa an und hilft ihr beim stylen und auch beim „Liebesgedanken ordnen“. Torsten und André schaffen es mit Hilfe der anderen berühmten Personen Lisa aus dem Palast zu befreien, und Lisa und André entdecken endlich die Liebe zueinander (Schnief). Ich konnte auch sehen, was hinter dem Paravent passierte, ich sage Euch....!
  Aber weiter, wieder in Ploume angekommen halten die 2 Helden ein geniales Referat in dem alle Berühmtheiten einen Gastauftritt haben. Super Stimmung - Versetzung garantiert!

Beim Schlußlied „Reist mit uns durch die Zeit“ ist mir ganz schön schwindelig geworden, so hat die Bühne gebebt. Und das Publikum hat geklatscht, gejubelt und getobt. Es war einfach toll.


  Ich gehörte zu den Glücklichen, die das Stück an allen 3 ausverkauften Abenden (1.800 „menschliche“ Zuschauer) sehen konnten. Und ich sage Euch, ich bin wirklich ziemlich stolz auf diese supertolle Truppe.

Natürlich habe ich auch vieles mitbekommen, was außerhalb der Auftritte so vor sich ging, das allerdings fällt unter meine lichttechnische Schweigepflicht.


Als man mich am Montag abgehängt hat und in meine kleine schwarze Kiste räumen wollte, hab ich mich tierisch gewehrt. Aber man hat mir versprochen, daß ich schon bald bei dem nächsten Auftritt von Songshine dabei sein darf. Und nun liege ich wieder alleine in meiner Schachtel und träume schon heute voller Freude vom nächsten großen Songshine-Auftritt.


Herzlichst

Ihre Lilly Licht