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das Projekt Way of Lights - das etwas andere Adventskonzert
Wenn sich ein kleines Licht in der Dunkelheit, an ein kleines Licht ...
 
das Projektdatum 7. & 14. Dez. 2003
 
der Inhalt "Wenn sich ein kleines Licht in der Dunkelheit, an ein kleines Licht in der Dunkelheit, an ein kleines Licht in der Dunkelheit,......wächst in der Dunkelheit das Licht"
  Dass Songshine nicht nur für SPASS steht hat der Chor ja schon mit dem Kirchenkonzert "Immer wieder geht die Sonne auf" bewiesen. Im Dezember 2003 hat es uns dann wieder in eine Kirche verschlagen. Genauer gesagt: gleich in 2 Stück.

Aber mal ganz langsam und von vorne....

  Seit langem schon, wollten der Chor Songshine und das Sulzbacher Symphonische Blasorchester etwas Gemeinsames auf die Beine stellen. Letzten Endes wurde aus dieser Idee ein Adventskonzert der besondern Art: ein rund 40 köpfiges Blasorchester kombiniert mit einem rund 60 köpfigen Jugendchor. (Ja, es war ziemlich eng!) Aber auch die Lieder sollten diesmal etwas ganz besonderes sein. Statt "nur" popige und moderne Gospels wollte man zum Erstaunen aller, auch mehrere klassische Stücke präsentieren.
  So kam es dann, dass am 2. Adventssonntag, nach intensivstem Proben, in der Pflaumheimer Kirche St. Luzia Kabel verlegt, Podeste aufgestellt und Musikinstrumente gestimmt wurden.
Die Tage zuvor waren mehr oder weniger mit Aha-Erlebnissen zu Ende gegangen und jeder wartet nun gespannt darauf, dass es endlich losgeht.

Ab 17:00 Uhr hieß es dann "Türen auf" und die Pflaumheimer stürmten die Kirchenbänke. Alle Augen auf uns und die Musiker gerichtet, wodurch die Nervosität dann erst recht steigt. >> Wie wird den Leuten das Konzert gefallen?<<, >>Geht auch alles gut?<< und >>werden wir beim Mammut Stück "Die Himmel erzählen" überhaupt bis zum Schluß durchhalten?<< Fragen über Fragen, die alle im nachhinein wie immer unbegründet waren. Wenn man das doch nur vorher schon wüsste.....

  Mittlerweile ist kein freier Platz mehr zu erkennen und endlich schlägt die Uhr 18:00.
14 Lieder sind es insgesamt. Zum Teil nur instrumental, zum Teil mit Chor und Orchester und ein "Gospel-Block" bei dem Songshine von einer kleinen aber feinen Band begleitet wird.

  Den Anfang macht das Stück Fanfare und Chorus von Dietrich Buxtehude bei dem Chor und Blasorchester gleich gemeinsam loslegen. Danach gibt es eine Verschnaufpause für den Chor (wie? jetzt schon? – ja genau!) und das Orchester spielt alleine "Sonata pian e forte" von Giovanni Gabrieli.

Zwischen den einzelnen Stücken ist unser Andreas Wenzel gefragt, der mit besinnlichen Texten zwischen den einzelnen Lieder immer etwas zum nachdenken anregt. Als nächstes bekommen die Zuhörer "Tochter Zion" und "Jesus bleibet meine Freude" von J. S. Bach zu hören, bei denen wieder beide Akteure gefragt sind.

Vorne am Dirigentenpodest gibt es mittlerweile fliegende Wechsel zwischen unserem Oliver Zahn und dem Dirigenten der Sulzbacher Winfried Rehse, während alle gespannt auf das nächste Lied warten. Der "Abendsegen" aus Hänsel und Gretel. Diesmal gesungen von Anika Eisenmenger und Verena Raab im Duett. Der Applaus gibt ihnen Recht und auch das nächste instrumentale Stück "Variazioni in Blue" begeistert alle.

  Jetzt hat sich das Orchester seine Verschnaufpause redlich verdient und darf sich nach dem instrumentalen Gospel "Nobody knows the trouble I've seen" bequem in seine Stühle zurücklehnen. (Warum muß der Chor eigentlich die ganze Zeit stehen....? Gemeinheit!)
Und jetzt heißt es auch noch: bewegen und mitklatschen! Denn bei "Lean on me" (Solo: Julia Hock) kann keiner mehr stillstehen. Auch ins Publikum kommt jetzt so langsam Bewegung darum geht’s gleich nahtlos weiter. Nur schnell den Applaus geerntet und dann kommt Anna Müller solo mit "Walking in Memphis".
Der nächste Gospel passt wunderbar zum Thema des Konzertes: "This little light of mine" und wird komplett vom Chor gesungen. Danach kommt das Lied "Higher and Higher" (Solo: Verena Raab) und den Abschluß macht der Chorsatz von Bette Midlers "From a distance".

  Aber Songshine darf sich noch lange nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und auch das Orchester ist wieder gefragt, denn das von allen "gefürchtete" Werk aus Haydns Schöpfungsgeschichte "Die Himmel erzählen" steht als nächstes auf dem Programm.
Es geht quasi ans Eingemachte. (na ja so schlimm ist es auch nicht, aber ........)
Da wird hier noch mal geräuspert, da noch mal gehustet, die Instrumente in Einklang gebracht, alle Stimmen "zusammengesummt" und dann geht's auch schon rund.
Für alle die nicht auf dem Konzert waren und Haydns Schöpfung für ein Gemälde halten, sei erklärt: Jede der 4 Stimmen im Chor singt einen anderen Text und alle fangen an einer andere Stelle an. Chaos perfekt in den Proben und noch schwieriger als man sich das denkt. Ich will gar nicht wissen, wie übel die Orchesternoten aussehen. J Aber am Ende hat wie immer alles wunderbar geklappt und die Menge applaudiert stürmisch.

  Das war dann auch das große Finale unseres Adventskonzertes mit dem Sulzbacher Symphonischen Blasorchester. Alle sind sichtlich zufrieden und genießen den Applaus.
Als Schmankerl obendrauf gibt es "Joy to the world" als Zugabe und weil die Menge danach immer noch keine wunden Hände vom vielen Klatschen hat, noch einmal "Tochter Zion".

  Wer nach diesem Konzert noch nicht genug gehört hatte, für den gab's eine Woche später das gleiche Spektakel noch einmal in der Sulzbacher St. Margareta Kirche.
Mit Sicherheit war das nicht das letzte, was die Welt von Songshine gehört und gesehen hat und ich freu mich schon riesig aufs nächste Projekt.

 
Infos zum Artikel der Artikel wurde am 20.08.2003 von Julia Schlett geschrieben