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das Projekt We are the champions
Das Queen-Musical in der Aschaffenburger Stadthalle am Schloss...
...und Songshine war dabei!
 
das Projektdatum 29. Dez. 2002
 
der Inhalt Es ist Montag der 23. Dezember und eigentlich ist jeder voll mit den Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt, als eine ominöse SMS den Songshine Chor erreicht. "Wer hat Lust am 29.12 .02 beim ausverkauften Queen-Musical zu singen (ein Lied) der soll sich heute noch melden. maximal 20 Personen"........Häh?! Hat sich da jemand mit Vanillekipferln die Sinne vernebelt, oder zu tief den Geruch von "vor-sich-hin-backendem" Christstollen inhaliert? Das klingt ja nun sehr absurd, oder?! Aber wir sollen eines Besseren belehrt werden.....
  Tja, da sind wir nun. 18 tapfere Mannen und Frauen, die - durch die Feiertage bedingt - am Samstag den 28.12. im Alten Rathaus in Pflaumheim stehen und zum aller ersten mal überhaupt die Noten zu "Love of my Life" in ihren Händen halten. Wer Queen kennt kann sich wohl denken, wie hoch diese Noten sind. O mein Gott! Und in nur 25 Stunden sollen wir dieses Lied bei der Generalprobe können? Auswendig versteht sich - na prost Mahlzeit!

Nun ja, ganz so schlimm haben wir uns dann doch nicht angestellt. Es lief sogar erstaunlich gut. Da kommt auch schon der nächste Dämpfer in Form unseres Chorleiters: er wird am nächsten Tag bei der Aufführung nicht dabei sein, da sein Umzug in die neue Wohnung in die heiße Endphase geht. Phantastisch! Kann es eigentlich noch chaotischer werden? Und ja - das sollte es in der Tat noch. (Warum hab ich eigentlich gefragt?)

  Es ist Sonntag der 29.12.02 - 17:00 Uhr und wir stehen erwartungsvoll und bombig gelaunt am Künstlereingang der Stadthalle. Woll'n wir doch mal sehn, ob wir's denen nicht zeigen werden. Pah - Queen singen, ein Klacks! Nach einer kurzen Begrüßung geht’s in die Garderobe, besser gesagt 'dressing room - local chor' und wir stürzen uns sofort auf die Obstschale und die Naschsachen. Nervennahrung! Fängt ja gut an. Daran könnte ich mich gewöhnen. Als uns Sophie, die Produktionsassistentin und unsere Ansprechpartnerin für den Abend, dann mit den Worten begrüßt: "Ihr wisst nur von einer Sache, oder?" bleibt uns das Knoppers fast im Hals stecken. Wie, nur eine Sache? Sollen wir noch schnell ein zweites Lied lernen oder was? Aber zum Glück ist es nur eine Kleinigkeit: 5 Leute sollen während dem Lied vor der Pause (We are the champions – falls es jemanden interessiert) in Fußballtrikots auf der Bühne rumhüpfen und die Pause ankündigen. Auf den Trikots stehen nämlich Buchstaben und in einer Reihe gestellt ergibt das dann P-A-U-S-E. Sehr kreativ... Na wenn's sonst nix ist. Der 1. FC Pause ist hiermit gegründet.

  Nach dem Schreck geht’s erst mal in die Halle und den Soundcheck verfolgen. Unser Lied ist erst später dran und so bleibt uns eine dreiviertel Stunde Zeit um uns mal genauer vor und hinter der Bühne umzusehen. Sehr interessant, was da so alles rumliegt und rumsteht. Wofür das wohl alles gebraucht wird? Na wir werden es später sehn, denn wir haben Platzkarten bekommen. Natürlich nur 16 statt 18 Stück (welcher Held hatte da was von 20 Leuten erzählt?) aber die Treppe entpuppt sich als bequemer als gedacht. Das wird schon gehen. So, wo war ich - ah ja: Soundcheck. Als wir dran sind ist der Sänger verschwunden und so springt der Keyboarder ein. Wozu auch das Lied mit dem richtigen Sänger singen? Spätestens hier merkt wohl jeder, das nichts in diesem Business nach irgendeinem Plan verläuft. Auch wenn zur Tarnung Zettel mit Uhrzeiten und Ablauf aufgehängt werden. Die stimmen 100%ig nicht mit dem wirklichen Tagesverlauf überein. Well - That's Showbiz!
  Nach einer kurzen Einweisung, was wir während dem Lied auf der Bühne zu tun haben kommt dann wieder eine Pause. Wer allerdings damit gerechnet hat, was zu Essen zu bekommen (wie uns eigentlich zugesichert wurde) der wird enttäuscht. Es gibt nämlich nichts! Selbst für die Künstler wird nichts zu Essen bereitgestellt. Wenn wir das gewusst hätten - unser Magen hat ein Loch von der Größe eines Fußballes. Wolfi und Henry sei Dank, dass um kurz nach halb 8 die Gänge in einen leichten Duft von Pizza gehüllt werden. yammie! Es geht nichts über ein dickes, fettes Stück Pizza zum Abendessen. Gerade noch rechtzeitig geschafft, denn die Show beginnt.
  Die Cover-Band MerQury aus Dresden ist wirklich fantastisch! Nur empfehlenswert! Ob sich die Musical-Show an sich lohnt (zu dem Preis) ist jedem selbst überlassen. Wir haben ja nix dafür bezahlt!

Von Songshine aus gesehen hat alles super geklappt und wir sind in jedem Fall voll auf unsere Kosten gekommen. Das war ne mord's Gaudi kann ich euch sagen! Schade ist nur, dass nicht alle von Songshine in den Genuss dieses Auftritts kamen, aber am 28. April wird die Show wieder in Aschaffenburg in der Stadthalle gezeigt und dann legen wir wieder in alter Manier los.


  
  
  
 
Infos zum Artikel der Artikel wurde am 2002-12-29 von Julia Schlett geschrieben